Samstag, Februar 28, 2015

Basisches Brot backen - echte Küchendeko im Königreich

Unser täglich Brot...

Heute lade ich Euch in meine Küche ein. Lasst uns backen. Aber basisch!


Denn dort hinten hängt nicht umsonst solch ein seltsamer Tuchbeutel.
Ist zwar auch eine schöne Dekoration aber...
 

für uns ist sie liebgewonnener, so stimmungsvoller Alltag. Denn hier hängt überall so etwas herum.



Ja, unser täglich Brot, das wir da so als regelrechtes Grundnahrungsmittel nutzen... Nun, es ist ja auch soooooo praktisch! Alleine als Pausenbrot, was soll man auch sonst nehmen?
Ist doch eigentlich supergesund, oder? Schön vollwertig, mit Getreide, das noch Randschichten hat, und voller Vitalstoffe...

NEIN. 
Es ist NICHT gesund. 
Dahinter steht ein RIESEN-Industriezweig, perfekt in der Vielfältigkeit der leichten Verarbeitung (schon durch das Klebereiweiß Gluten).
 Und die ganze Lobby stützt sich neben Milch-und Fleischwirtschaft auf GETREIDEPRODUKTE, vornehmlich ihres Hochleistungsweizens.
Brot aber ist säurebildend im Körper. 
Zudem könnte der Dümmste eigentlich drauf kommen, dass in den so hochgelobten Randschichten eines Korns, dieser genialen Superkonserve der Natur, etwas schlummert, das sich WEHRT 
und gar nicht gut ist! 
Hemmstoffe zum Beispiel.
Ja, unser Brot. Manchmal auch noch mit schöööön dunkler Kruste (krebserregend, da ist nix Gutes an diesem Rustikal, das ist schlichtweg verbranntes Getreide!). 
Und Saaten sind darin/darauf, deren Öle bei Backtemperaturen ... üble Transfettsäuren ausbilden.

Au weia! So. Jetzt aber. Jetzt hat die Méa ordentlich auf den Putz gehauen.
Jaja, kann ich manchmal auch, wenn ich sehe, wie wir alle abgezockt und regelrecht vera... werden.

Ja, WIE JETZT? 
Aber Weizen ist doch so praktisch! Was man/Industrie doch alles damit machen kann!!!??? 
Nicht wegzudenken!!! Sogar in Kartoffelgnocchi ist er oft drin... und auch sonstwo, wo er als billiger Füllstoff alles schön zusammenkleben soll und gar nicht... hingehört?
Aber WAS KÖNNEN WIR DENN DANN ÜBERHAUPT NOCH ESSEN??? 
Nu auch kein Vollwertgetreide mehr?? 
Auch kein Reis?? 
Nur noch Luft oder wie?
Und wo bleibt der Genuss? Waaas? Und Dinkel ist auch nicht basisch??? 
A...aber die heilige Hildegard von Bingen hat doch den Dinkel so hochgelobt und... DAS SOLL ALLES UNGESUND SEIN?

Nur keine Sorge, ich bin kein Anhänger der Weißmehlfraktion. Alles gut.
Wie man nämlich diese Wehrmauer und all das Schädliche überwindet bzw. vermeidet, zeige ich Euch gerne hier.
Denn mache ich aus meinen Körnern Keime (und das tun die von selbst, ist wirklich kaum Aufwand), schwupps, habe ich ein sogenanntes "Superfood", 
wie es nun allerorten so "trendig" heißt.

Jahrelang aber habe ich falsch vollwertig gebacken und gekocht, dachte, ich mache das sooo doll... und nichts gedacht.
Heute mache ich es besser - und das merke nicht nur ich.
Ach, und alleine schon, Ihr solltet mal mein basisches Mehl riechen - DAS DUFTET!!! DAS IST SOOOOOO LECKER!!!

Ich sage nicht, dass wir alles richtig machen! Gar nicht. 
Und ein Brot mit Hefe ist vielleicht auch nicht das Gelbe vom Ei. 
Obwohl ich auf eine gute Teigführung achte und es schön lange gehen lasse - mit wenig Hefe, bis es leicht gesäuert ist.
Ein Sauerteiglein ist da sicherlich noch doller... aber... das alles muss auch im arbeitsreichen Alltag klappen und braucht nicht 100% perfekt zu sein.
Ich poste dies hier deshalb, da ich sah, dass man schon mit wenig viel erreichen kann.


Wer sich vertiefen will, warum gekeimtes Getreide so gesund ist und nicht gekeimtes Getreide zu Nährstoffmangel und vielen schädlichen Nebenwirkungen führen kann, warum wir angefixt sind von Getreide, da sich da im Darm etwas bildet..., 
was es bezüglich der essentiellen Fettsäuren in den Randschichten zu wissen gibt, warum Gluten so praktisch und so gruselig schädlich sein kann, ect... ect...:
Ich habe FÜR MICH und meine Familie etwas zusammengestellt und zusammengefasst auf einigen Seiten, ich schicke es Euch gerne zu. 

Mailt mich also gerne an, wenn Ihr Euch interessiert und Euch Rechtschreibfehler nicht stören.
Somit hätte ich mir die Monsterrecherche (Phytinsäure, Lektine, Gluten, Transfettsäuren, ect.), das kleine Studium und die Tipperei nicht nur für uns angetan, sondern könnte Euch etwas schenken. 

Erwartet da aber nicht eine Abhandlung mit genauen Quellenverweisen. Wie gesagt, das war, um es MIR zu erklären - frau vergisst solche Sachen so schnell ;) und liest es immer wieder mal durch.
Ansonsten, das web ist VOLL - ich will Euch hier ja nicht zutexten, ist ohnehin schon wieder so lang. Und mal eben so ist das nicht erklärt.
Bin ja eine Gründliche... ;)


Ansonsten möchte ich Euch hier vielmehr das ganz Pragmatische nahebringen.
Ist erprobt und stellte sich als überraschend alltagskompatibel heraus.
Da ich so richtig gelöchert wurde, "wie denn nun zu verfahren sei", da will ich Euch mal zeigen, 
wie wir das machen.
Ist nicht aufwändig und trägt sehr zu einem wunder-vollen Lebensstil bei -
und wie gesagt, die Körnlein, die tun das selbst, der Aufwand ist nur ein paar Minuten am Tag.

Das ist soooo:
Ich nehme manchmal Dinkel (es gibt keimfähigen), meist aber Kamut (Urweizen) aus dem normalen Biomarkt, 
nicht das überzüchtete Weizen-Zeugs mit all seinen Problemen, die diese hochgezüchteten Superleistungspflanzen so mit sich bringen.
Kamut allerdings hat viel Gluten, durch Ankeimen aber verwandelt sich enzymatisch auch das.

Ca. 20 Stunden sollte man die hübschen Körner einweichen lassen.
Ruhig aber mal gucken, ob sie schon weich sind, nicht zu lange.
(Ich hatte auch schon einmal einen Kamut, der war nach 5 Stunden geweicht. Naturprodukte sind unterschiedlich!)
Keine Sorge, mit der Zeit bekommt Ihr ein untrügliches Gefühl dafür. 

Sieht es nicht hübsch aus? Ein Stillleben des Lebens, 
nicht aus einem Dekoshop, sondern das echte Ding :)). 

Dann ab ins Sieb,



und nach ein paar Stunden dann noch dämpfig feucht in die Kinderstube. 
Die Handtücher müssen supersauber sein und vollkommen Natur, logisch, sonst keimt da noch was anderes...

Guuuuuckt mal, die Babies :)), oiii, die Armen, und dann werden sie gefuttert...


Babies... :))) So sind sie richtig.


Nun ist alles im Korn aufgeschlossen. Enzymatisch.
Lektüre hierzu kann ich Euch unbedingt empfehlen, das ist solch ein Wunder, was hier passiert ist, 
WAS da abläuft. Pure Magie!

Falls das nicht klappt, und bei mir klappt es tatsächlich immer:
Zu lange geweicht? Zu kurz?
Zu kalt gestanden?
Was habt Ihr für Wasser? (Habt Ihr das mal gecheckt? Lohnt sich. Da sind oft "nette" Sachen im ach so sauberen deutschen Trinkwasser...)
Kein Biogetreide genommen?

Und dann dürfen sie wieder einschlafen, die Süßen. 
Lasst sie wieder schön trocknen, so einen Tag mindestens. 
So sind sie noch viel zu prall - und beinahe zu lange gekeimt.


Erst, wenn sie RICHTIG TROCKEN sind, husch husch, in die Mühle. 
Das ist wichtig zu beachten, sonst verklebt Euch der Mahlstein.
Macht am besten die Probe und knackt mal ein Korn, um zu gucken.

Und hier isse, meine Mühle seit beinahe zwanzig Jahren. Unser tapferes Kerlchen :))
Solches braucht man schon, jaja... Zudem auch eine "echte" Deko.


Ihr habt nun herrlich duftendes Mehl, das basisch ist.


Zum Brotbacken selbst, ah, da muss ich Euch ja nichts beibringen. Ihr könnt das schließlich selbst, wie ich so vielen traumhaften Posts bei Euch entnahm.

Vielleicht noch eines.
Guckt mal von wegen Rauchpunkt von Ölen. 
Denn was steckt in den Randschichten? Jahaaaa, Weizenkeimöl? 
Ihr backt mit Vollkorn!?
Leinöl im zugefügten Leinsamen? 
Kürbiskernöl in den Kürbiskernen? 
Sonnenblumenkernöl? 
Das darf man doch gar nicht hoch erhitzen wie Kokosöl. 
Nö, da macht Ihr beim Backen Transfettsäuren draus!!! 
Und die sind... na, aber das wisst Ihr ja.
Das "gesunde" Vollwertbrot mit gehörig Saaten, die sich zum Backen gar nicht eignen (!) kann also so richtig schädlich sein, jaja. 
Aber die Bäckerei- und Getreidelobby ist mächtig und sagt uns das nicht.
Und es sieht ja so gut und gesund aus, was da in den Regalen so liegt...
Auch im Bioladen.

Es macht also Sinn, die Backzeit entsprechend zu verlängern. 
Ich backe mittlerweile tatsächlich nur noch bei ca. 120 °C.
Macht aber nix, 
ich bin ja schließlich nicht der Herd, es ist ja kein Mehraufwand für mich,
dauert halt nur länger.

Das hier darf nun noch an einem warmen Ort richtig schön aufgehen in seinem Bettchen... 

 Gerne lasse ich auch Braunhirse ankeimen (Braunhirse "keimfähig" kaufen) und gebe sie in den Teig, die ist richtig Klasse als zusätzlicher Ballaststoff. 
Und Weizenkleie, überhaupt Kleie... habe ich damals wutentbrannt weggeworfen - Recherche lohnt sich, warum die so derart SCHÄDLICH ist.





Yummie, und innen noch ein wenig weich, außen knusprig golden.


Und hier habe ich noch etwas richtig Goldig-Zauberhaftes gefunden, ich bin nicht alleine in meinem Tun :)
Dieser schnuffige Mann hier, der steckt an mit seiner Energie und seiner geradezu kindlich-genialen Begeisterung und Genuss. SO soll es sein! 
Nicht so sauertöpfisch und mit mahnendem Zeigefinger. 
"Potente Küche", haha, der ist klasse...
Klickt hier, schöner kann ich das auch nicht :)

Man muss das nicht immer tun - man darf ruhig auch normales Brot einschieben, na klar, das packt ein gesunder Magen und Darm. 
Und Acrylamid und sonstiges Übles steckt ein gesunder Körper weg, bzw. scheidet er bei einer gewissen Menge auch aus.
Kann ich beweisen, auch ohne die "Wissenschaft", die sich oft nur ihr eigenes profitables Wissen schafft, jaja.
Könnt Ihr nämlich auf jeder Straße laufen sehen, denn sonst wären alle schon tot! 
Bei DER falschen Ernährung der "modernen" Zeit.
So geht das schon in Ordnung. Auch mal ´ ne Pizza, die nicht selbstgemacht ist.
Ein schöööönes Honigbrot, ganz manchmal Kuchen, klar!
Macht fröhlich!

Und nein, wir hier im Königreich futtern nicht nur Sprossen und Keime, Nüsse und Grün/Violettes (auch wenn das natürlich das Beste wäre). 
Hätten wir auch gar keine LUST drauf!

Aber je öfter man eben den Speiseplan mit Gemüse (und eigentlich ist gekeimtes Getreide ja Gemüse) ersetzt, 
anstatt das typisch übliche Getreide-Milchprodukt-Gemisch ect. zu verspeisen, 
desto mehr haben wir eben gewonnen.
Yess!
Und je mehr wir darauf achten, Lebensmittel nicht zu allzu Schädlichem zu verbrutzeln, desto öfter schlagen wir den "Schädlingen" ein Schnippchen.
Und das macht Spaß und stark.
Yess!


Und somit, bleibt skeptisch und lasst es Euch so richtig gut gehen!


Alles alles Liebe,
die Méa, die bei-leibe keinen Sprung in der (Keim-)schüssel hat

Nachtrag: Diese Überlegungen gelten übrigens leider auch für das "ach so gesunde Müsli" 
(auch Bruker hatte nicht immer Recht...).

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Sonntag, Februar 22, 2015

Die Neuen sind fertig!

Schwingen, Ideen und Patinaaaaa!


Die Neuen sind fertig!!! 
Und diesmal in Patina und mit Tiefe.

Guckt doch mal...



Gestatten, ein
Vorher-Nachher

links unpatiniert, rechts patiniert


(Habt Ihr´s gemerkt? Die Méa hat nu endlich kapiert, wie man Mehrfachbilders macht, jajaja
War so derart einfach - und die ganze Zeit habe ich es einfach nicht geschnallt... oiiii. Aber nun! Kann jetzt auch dreifach, vierfach... vielfach...)

Ja, so gefällt mir das definitiv besser. Leider nicht mit dem schönen Früh-Licht an der Wand... aber es geht ja auch um die Schwingen, n´est-ce pas?


Rechts oder links, das ist hier keine Frage...


Der Tisch wollte Beinkleider -
ja, ich weiß... albern... aber dennoch... frau wird ja nochmal spielen dürfen.

Kindliche Freude überkommt mich eben oft in diesen königlichen Gefielden.
Und ohne "Spielen" kommt frau auch nicht auf Ideen.
Durch dieses Foto bin ich zum Beispiel auf etwas gekommen, was ich tunlichst und baldigst umsetzen werde.


Wisst Ihr, wenn ich dieses Spielen nicht mache und mir zusätzlich nicht so oft ich nur kann etwas von anderen Künstlern ansehe, 
und das kann auch der Tanz sein,
dann gehe ich nämlich im Alltag verloren. 

Ist so, weg bin ich dann, alle Lust auf Kunst ist futsch.
Der Wert dessen, was ich tue, nimmt dann ab, er rückt in die Ferne,
und Zweifel kommen stattdessen, ob ich nicht doch lieber einer "ordentlichen" Arbeit nachgehen sollte, die mich besser versorgt und deren Zeitaufwand nicht so hoch ist.

Doch wenn ich dann diesen "Input" habe und wieder diese Kerlchen entstehen, 
ich sozusagen wieder Mama auf Zeit werde, bevor sie auf Reisen gehen,
dann weiß ich, dass es doch richtig ist.
Goldrichtig.

Und eigentlich gehören sie ja soooooooooo, wenn die Méa mal keinen Quatsch mit ihnen anstellt:
Sind ja schließlich gelernte Spiegelschwingen ;), 
da motzen die sogar so einen Winzspiegel auf!
Les ailes... ahhh oui!

Näher...


Und no-hoch näher...

Und noooch näher, jajaja


Aber sie können auch noch anders,
hach, so als Portrait -  
das ist ein Entwurf von mir...


Und natürlich ganz verblümt:


Oder als Rumsteh- oder Herumlieg-Schwingen... Jahaaaaa, ich hör ja schon auf...

Bin eben immer noch sooo stolz auf die Großen, jajaja,
und nun gehe ich wieder in Herstellung,
wollen ja schließlich wieder einige hinaus in die Welt.
Na, das gibt wieder ein Gefummel... 
aber ich mag es eben einfach, denen beim Entstehen zuzusehen!

So und nun wünsche Euch einen Zaubersonntag,
was ich mache, wisst Ihr ja jetzt ;)

Eure königlich schwingende Méa,
die im nächsten Post etwas richtig Schönes für Eure Gesundheit tut.
Es wird délicieux!

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Montag, Februar 16, 2015

Vom Bettler zum König - Ein Lüster auf der Intensivstation

Königliche Funkelfreuden



Es stand schlimm - sehr schlimm.
Die grünäugige Prinzessin der Bloggerwelt hatte einen kleinen Helden gerettet und mich zu Hilfe gerufen.
Ich las ihren Post damals und mir schwante da so etwas, 
als ich von einem "bedauernswerten Kerlchen" las, einem "Bastlerstück, das mit etwas Geduld wieder zum Leben erweckt werden könnte..." ;) 
Ja, da war Hilfe gesucht. 
Und ich war neugierig geworden.

Doch... würde der Kleine es schaffen können?
Er, der so viele viele Jahre ausgeharrt hatte, der nie die Hoffnung aufgegeben hatte?
Ein wirklich uraltes Teil - mit einer sicherlich unglaublichen Geschichte.

Ja, von weit her war er - 
dieser hier hat sicherlich nicht mit denen zu tun, die hier ihren Zauber verströmten.
Nein, dieser war älter, so viel älter.
Ein Lüster war er mit Histoire.
Die Messingverbindungsteile waren auf eine geradezu archaische Art gedrahtet, 
das war nicht industriell geschehen...
Das Messing der Drähte selbst hatte bereits tiefdunkle Patina, 
sogar ein wenig Grünspan vom Kupferanteil war ausgefallen -
mürbe und brüchig...
Das Gestell dagegen war noch vollständig in Schuss.
Fein ziseliert die Gestellteile, der kleine obere Kranz wie aus Bronce gegossen...
Teile, so unglaublich schön.
Nur... das konnten nur Sehende (mit Glaskugel...) erahnen!


Der große Held brachte den kleinen Helden denn auch baldigst zu mir.
Als er resignierend auf den unansehnlichen Haufen zu seinen Füßen guckte, der wohl einmal ein Lüster gewesen war, meinte er:
"Wenn nich... dann nich..."
Solches aber zu einer Méa zu sagen, der Königin des kleinen Reiches, 
in dem Lüster ge- und verzaubert werden, hoiiiiiiii, da legt eine Méa doch erst richtig los -
jaja, und wahrscheinlich wusste der große Held das ja nur zu genau.
Die reinste paradoxe Intervention ist dies bei mir, hahaha ;)

Guckt mal. WER bitte ging so derart derbe mit einem Prachtstück dieser Sorte um?
Der Händler muss wohl blind gewesen sein, WAS er da hatte.



Wir gingen an die Not-Op:

Die vorsintflutliche, mürbe Elektrifizierung musste schleunigst weichen - das ging gar nicht mehr.
Man hatte sich stilvoll ohnehin für Kerzen entschieden.



Das Kränzlein darüber. Drei der sechs Sternlein fehlten, ich konnte sie allerdings mit identischen alten ersetzen, denn das war ein MUSS!
Das Filigran der Ornamente deutet auf uralte Machart hin - 
sowas kriegt man heutzutage gar nicht mehr und wenn, dann zu wahrhaft horrenden Summen.


An den Glas-Stücken, die von der üppigen Baluster-Stange übrig waren, konnte man es erahnen.
Das hier war etwas GANZ Großartiges gewesen.
Und es brauchte einen ganzen Abend, alleine schon einmal eben diese Glasstange aus all den Baluster-Stücken zu komponieren.

Wir hatten nicht genug Behang, es auf die Weise zu machen, wie er eigentlich einmal behangen war.
Aber so ist die Geschichte auch nicht.
Es wird anders durch solchen Mangel - und noch besser und eindrucksvoller, wenn man es richtig anstellt und sich Zeit nimmt.

Die Eisen-Stange innen aber, oh weh, sie war gebrochen - natürlich am Gewinde!
WAS TUN???
Das Gewinde, ja, natürlich das Wichtigste, es war also ab. 
Und somit war es nicht möglich, Oberteil und Unterteil zu verbinden.
Einen passenden Gewindeschneider zu kaufen, um am neuen Rohr ein Gewinde zu setzen? 
Fehlanzeige in dieser verarmten Normwelt! Diese Maße "gab es nicht".
Sämtliche Schmieden, Schlossereien und Werkstätten (auch Autowerkstätten) klapperte der König ab, denn vielleicht könnte ja einer der gelernten Handwerker helfen.
Ebenso Fehlanzeige.
"Können wir nich, sowas. Eäaarlich."

Insofern drehte der König die Stange schließlich mit dem weicheren Metall gegen die Messingfassung. Grobe Gewalt und eine Querschraube zur Sicherung machten es dann möglich.
Das Gewinde fraß sich regelrecht in die weichere Stange hinein.
Heureka!


Wir konnten es tatsächlich zusammenfügen!

Und als sich das Licht darin verfing, oooooooohhhhh!
Da soll einer mal sagen, Lüster könnten nicht reden!


Schweißtreibend aber war erst die Biegearbeit gewesen!
Die Arme waren noch in der Plastiksteige liegend so verdreht und verbogen gewesen, dass einen das Erbarmen hätte kommen können.
Doch es ließ sich tatsächlich bewerkstelligen, die krummen Glieder wieder zu richten, wie man es halt gerade noch tun konnte.
Nichts brach ab - was uns selbst am meisten verwunderte.

Das königliche Spiel konnte beginnen.... Entdegge die Möggglischgeiden...

Wenn frau es immer früher wüsste... ja, dann... würde man sehr sehr schnell ferig sein.
Doch vieles musste einfach ausprobiert werden. So etwas ist nicht mal eben so, und frau wird hier nicht mal eben "fertig". Ohne Spielen wird es nicht gut. 
Zeitgleich wollten einige Schwingen fertig werden, Bestellungen kamen herein, die zu erledigen waren, doch das hier ließ mich natürlich nicht ruhen.

Der ursprüngliche Plan war nicht authentisch genug, der nächste zu plump, der dritte dann aber, hmmm... wurde lustvoll gewebt.
Ich wollte zunächst Ketten von ganz oben zwischen den Armen des kleinen Kranzes nach unten laufen lassen.
Ich hatte alles fertig durchgezählt, gedrahtet, meinte noch "ui, bin ja schon fast fertig",
- sowas darf frau NIE sagen!!! -
da ... ging es nicht auf!
Oben war alles durch sechs teilbar, sechs Ketten, doch... die letzte Kette... hatte... keinen Platz unten????

"KÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖNIIIIG! Du hast SECHSARM gesagt?"
"Ja, klar, der ist ein Sechs... Haaaa???????
Doch ein Fünfarm!? Wie nu? Aber der hat doch... spinne ich jetzt schon?"
"Ne. Ich spinne nämlich auch! Hab ja erst mal nur oben... guck mal!!!
Das ist ein Ding der Unmöglichkeit!"
"Ui."

Ja, ui.
Oben war es ein Sechsarm zu unten einem Fünfarm... !

Ja, ein Ding der Unmöglichkeit. 
Zudem war der Behang doch einigermaßen ergänzungsbedürftig gewesen,
daher nahm der Klunker-Fundus meinerseits ein wenig ab.
Doch damit sah alles eben so viel besser aus - und nicht so einseitig,
denn mit großen Steinen hier und da wirkt das ganz anders. 
Nur mit Koppen gibt es eben auch nur wenig Wirkung, neee, das musste schon so ein wenig knallen ;)
Ja, und dadurch wurde er dann.
Er Gestalt an.
YESS.

Stellt Euch vor: Im Morgenlicht lädt mich alles ein zum Werkeln und Zaubern. 
Links nicht mehr auf dem Bild neue Schwingen, ein Elfenherz und drei Frühlingskronen im Werden... und ich gucke dann dabei immer wieder da drauf!!!
WAS für eine Umgebung darf ich da haben! 
Méa im Glück.

Dieser angefangene Behang allerdings wurde wieder völlig verworfen - war nix.


Hier dann sind die Arme noch nackig, das geht natürlich nicht, das ist so nicht gedacht...
 
Liebe Heike von Lucky Fiber, im Hintergrund und ganz verschwommen ist Dein liebes Bärchen, das Du für Faye kreiert hast, zu sehen, fällt mir da gerade auf. Es sitzt auf der Rückenlehne.
Dort auf dem Sofa hatte es sich nämlich derweil das kranke Fayelein gemütlich gemacht.

Hier könnt Ihr das Kerlchen besser sehen, so winzig! Und man kann trotzdem tatsächlich alles bewegen! 
HEIKE macht solch schöne verschiedenste, und auch antik anmutende Creationen:


Aber zurück zum anderen Patienten :)

Ja, dies hier war ein Prunkleuchter, so selten in seiner Gestalt - sowas hab ich höchstens mal in Budapest gesehen...
An den Armen hat er dazu griechisch anmutende Muster... Hatte das am Ende etwas mit orthodoxen Kirchen zu tun? Nein, irgendwie noch weiter weg... Ohhh, der hier hat sein Geheimnis!
Für uns war er daher schnell der "Sultansleuchter". 
Und uns fiel dazu ständig das Märchen vom fliegenden Koffer ein...

In echt wirkt er nicht ganz so lieblich, eher gekonnt derber mit mehr Wucht - und er wirkt viel größer als auf den Bildern. 
Kameras, jaja, die sind nämlich schröcklich lüsterblind!
Aber das kennt Ihr ja sicherlich selbst.

Guckt mal, im Vergleich zum Lüster (1,25m) im Schlafzimmer:


Kein Zweifel, an seinem Bestimmungsort würde er sich vortrefflich machen!
Dort waren die Räume und auch das Umstehende ja ohnehin größer als hier im Königreich.
Und diese Patina... Beinahe wie Bronce schon...


Weiter ging es...


Mit meiner Arbeit war ich hiermit fertig... Doch es fehlte...


Es... fehlte noch...



... Ahhh ja! Na endlich!
Ja, es fehlte eben noch das große Dankeschön, das mir der Schöne endlich schenkte.
Ein Strahlen, wie das nur die alten Lüster können - mit dem GLÜHEN der Vergangenheit!
DAS ist unnachahmlich, das schaffen neuere nicht...

Und damit zeigte er mir auch unmissverständlich, dass all diese großen Koppen unter all dem Staub und Dreck... 
aus Bleikristall bestanden.

Das Licht des Abends verfing sich und er freute sich und begann sein neues Leben, guckt mal!
Und noch ist er gar nicht geputzt.

 

Ist das was Schönes geworden? Ein richtiger Kerl ist das.

Und wie er dann geputzt und an Ort und Stelle aussieht, mit Kerzenhaltern und Kerzen darin, sowie alternativer elektrischer Beleuchtung der oberen Glasschale... 
das erzählt Euch die grünäugige Prinzessin.

HIER KÖNNT IHR NUN HINKLICKEN

Die grünäugige Méa dagegen ist nun einigermaßen crevée von Stuhl rauf und wieder runter und wieder rauf...
Das ergibt einen deutlich definierten Muskelkater, na, Ihr wisst schon wo...
Hoffe, das formt wenigstens schön, hahaha.
Ne, war schon eine ziemliche Arbeit und dies alles muss sich nun bei einem Teelein erholen, jawohl.

Habt es funkelfein,
Eure königliche Umtriebigkeit von und zu Méa,
nu auf und davon zu neuen Heldinnentaten ;)),
... doch davon mehr im nächsten Post ...


Nachtrag:
Gerade gucke ich staunend auf eines der neuen zauberhaften Werke meiner lieben Bloggerfreundin
Doré Callaway.
Ihre liebevollen Schöpfungen macht sie unter anderem auch aus Textil, Holz und Cartapesta, wie ich es auch tue.
Und falls Ihr sie noch nicht kennt, möchte ich es Euch hier zeigen. Viele kennen sie ohnehin schon:






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