Méas Welt präsentiert: Ein Mäusemärchen - Die Geschichte der Splitterscherben


Viel Freude wünsche ich Euch, meine Lieben!

Und wundert Euch nicht, wenn ich die Heldin manchmal eine Mäusin nenne. 
Denn eine normale Maus... ist sie nicht;)

Vorhang auf!


Das darfst du nicht - du musst hier bleiben", wisperte es neben ihr im Dunkel des Mäusenests. 
"Du wirst umkommen wie all die anderen, der Zweiköpfige wird dich kriegen."
"Es ist nichts bewiesen" wisperte sie wütend zurück, "Hat man je Beweise für all diese Geschichten gefunden? Ah? Siehst Du. Zweiköpfig soll er sein? Was, wenn er nur verwachsen ist nach all den Verletzungen?"
"Ach, einerlei, Ratte bleibt Ratte. Wolfsratte..." Die Schwester neben ihr im Dunkel des Mäusebaus spieh hörbar aus. "Geschwür, das..."
"Du warst nicht dabei - er soll anders gewesen sein als andere Ratten", kam es unbeeindruckt zurück.
"Ah, wie immer, unmöglich bist du - verteidigst etwas, von dem wir nichts wissen."
"Eben drum! Weil wir nichts sicher wissen! Und sollte dies alles wahr sein, finde ich es im Gegenteil zu euch auch ganz und gar nicht heldenhaft, was die Mäuse da gemacht haben. Ich finde es ekelhaft und schäbig. Diese Geschichte um ihn - wie gemein und grausam, was ihm widerfuhr!"
"WAS? Das war ein... Himmel und Mäusegöttin, mit deiner Art wirst Du jeden anständigen Mäuserich abstoßen. Alleine schon dieses Gerede, so schwärmerisch über einen Mörder, das Niederste, und gegen die eigene Sippe..."
"Ha, von weeegen, die Mäuseriche gucken schon trotzdem. Vielleicht gefalle ich ihnen gerade deshalb, weil ich hinterfragen kann..."
Die Mutter ließ ein missfallendes Seufzen ertönen - wie so oft, wenn es um ihre wilde Tochter ging.
"Mathilde... Du bist von dieser Geschichte mittlerweile völlig vereinnahmt, wo wird das noch hinführen! Aber nein, es wird sogar immer noch schlimmer mit dir! Das war eine unselige Verbindung, die dort stattfand - unmöglich! Sich auf solches einzulassen! Wo kommen wir da hin, wenn solches Gesindel wie Ratten sich mit braven Mäusen gemein machen könnte? Es sind unsere Todfeinde! Und diese sind gefährlich, listig und niederträchtig. Nicht wir. Wie kannst Du nur so sprechen. ... Die Getreideähren neigen sich dieses Jahr einfach vortrefflich, findet ihr nicht?"
"Jaja, lenk´ nur mal wieder ab, DAS machst du ja zu gerne", kam es hitzig zurück. "Dieses Wesen aber scheint ja wohl ziemlich anders gewesen zu sein - und die Mäuse waren ja erst einmal ganz fasziniert von seinem Tun, nicht wahr?"
Laute der Unmut waren zu hören.
Doch die rebellische Maus gab nicht auf. "Ach, ich weiß schon, mit mir könnt ihr nichts anfangen, jaja, und ich bin wohl auch anders. Haltet ihr nur zusammen... Aber was denkt ihr eigentlich, so viel besser zu sein? Träumt ihr denn nicht auch davon, einmal nicht die ganze Zeit unter der Erde zu sein? Etwas zu erleben? Nur Nachts kurz hinaus für ein paar Keime und Körner, was soll das für ein beschränktes Leben sein? Wäre es nicht schön, auch tagsüber einmal zu erkunden?"
"Und untergehen" kam es im Chor.
"Ich bin schnell."
"Nicht schnell genug", wisperte es aus gleich ein paar Mäuseschnauzen.
"Ich werde nicht untergehen - ich bin stark! Was, wenn mich draußen jemand braucht?"
"Ha, das sagt ausgerechnet die Mickrigste und Schwächste! Was meinst Du, wer Du bist, Mathilde? Was Du bitte schon ausrichten kannst?"
"Mich zumindest entwickeln??"
"Nichts ist ihr gut genug! Lasst sie doch gehen - sie hat nie zu uns gepasst, sie ist völlig aus der Art geschlagen, und sie kann ohnehin nicht werfen...", kam es aus dem Hintergrund.
"Ahhhhh, zumindest weiß ich, was ICH brauche", antwortete Mathilde zutiefst verletzt in der Dunkelheit.
"Und was wäre das?", höhnte es.
"Das, was offenbar nur ich fühlen kann...", kam es kleinlaut zurück.


Als Mathilde erwachte, hatte sie erst kurz geschlafen. Das Mäusenest lag ruhig, doch Unruhe hatte sie erfasst. Die Morgendämmerung. Jetzt schlich die Katze um, bevor sie sich, vom Menschen gefüttert, behäbig schlafen legte. Raschelte es dort draußen nicht gerade verräterisch?
Die Nähe der anderen, die so gerne dieses Mäuseleben im Bau lebten, lastete schwer auf der Mäusin. Als steckte sie in der falschen Haut. Die anderen, ja..., die sich so gerne zusammentaten.
"Ich muss wohl anders leben, ich bin eben so geboren. Meine himmlischen Eltern haben mich mal schließlich so gemacht, jawohl, haben die", wisperte sie ungehört und schämte sich zugleich ein wenig für ihre Unbescheidenheit, die ihr immer vorgeworfen wurde. Ja, wer war sie schon? Doch da war etwas so stark in ihr, so wild und wunderbar, es nahm alle Zweifel fort. Ihr Entschluss, er war ausgereift. "Ich muss hier weg, einfach nur weg."
Die Mäusin spitzte die Ohren. Da, ein Satz, noch ein Sprung..., die dicke Katze hatte aufgegeben und sauste zurück nach Hause.
Es war an der Zeit - nun galt es.
Mathildes Haut schien enger zu werden. Ihr Herz hämmerte, ihre vorwitzige Nase schnupperte, wie sie noch nie geschnuppert hatte. Mit glänzenden Augen blickte die junge Mäusin zum Licht, das nun spärlich in den Ausgang drang, als wolle es sie sanft locken. Und dann ging sie. Schrittchen für Schrittchen, auf den Ausgang zu und hinaus in die Welt - sie blickte sich nicht einmal um. Es war der Ruf, dem sie folgen musste.
Der Ruf des anderen - der gleich war.


Seltsam bestimmt führten ihre kleinen Pfoten sie weiter hinein in den Wald. 
Er war hier unbekannt, nie zuvor hatte sie sich so weit fort getraut.
"Kannst nicht werfen... Reiben sie es mir auch noch unter die Nase! Ja, ich werde keinen Wurf haben, aber ha, ich kann so viel Schönes erdenken... mit dem DIE nichts anfangen können", grollte Mathilde und lenkte sich ab von der großen Furcht, die sie nun überkommen wollte.
Die Mäusin kannte sich im Wald besser aus als alle anderen. Und sie wusste ohnehin, dass die alte Eule tot war. Vor ihr drohte keine Gefahr. Doch nun war Mathilde weiter gegangen als je zuvor. Hier kannte sie sich nicht aus. Hier im tiefen Wald, der zum Teufelshügel führte.
Was, wenn die Legende wirklich wahr war? Alles, was die Geschichte erzählte, sich tatsächlich dort auf diesem Hügel zugetragen hatte?
Wirr und lückenhaft war der Hergang, vieles hatte man sich zusammengereimt - doch alleine schon, dass eine Ratte und eine Mäusin sich in einer seltsamen Liebe gefunden haben sollten, löste bei Mathilde ein wohliges Kribbeln aus.
Solch ein Kribbeln hatte sie schon einmal verspürt. Damals, als sie im Wald mit einem hübschen Mäuserich zusammentraf, der sie... nun... äußerst zärtlich umworben hatte. Mathilde musste kichern bei dieser kleinen Erinnerung.


"Wenn die wüssten", amüsierte sie sich insgeheim. Die Furcht war fort.
Und auch wenn Mathildes Pfötchen ihr vom langen Laufen weh taten und sie vor Erschöpfung beinahe aufgeben wollte - ein Zurück, das wusste sie, das gab es nun nicht mehr.
Die Legende - sie fesselte Mathilde ohnehin viel mehr als alles, was sie kannte. Da konnte selbst der Mäuserich nicht mithalten.
Die Geschichte des "üblen Zweiköpfigen", die alle wie ein Heldenepos der Mäuse erzählten.
Der "heroischen" Mäusesippen, die sich zusammenrotteten, gemeinsam das Untier zu vernichten, um Anstand und Moral wiederherzustellen.
Mathildes Herz aber litt, wenn sie diese Geschichte hörte. 
Und über all diesen Gedanken schließlich vergaß sie die Zeit und lief weiter...






Der Comte, 
so hatten sie ihn damals alle genannt, da er überheblich und eitel gewesen sei. Zudem niederträchtig, ein Verräter und ein Mörder.
Gehasst von seinem eigenen Volk hatte er sich einst einen tödlichen Kampf mit seiner Sippe geliefert. Er hatte sie verraten - womit, wusste allerdings keiner. 
In einem Zweikampf hatte er den Sippenführer umgebracht. Auch hier wusste keiner, warum genau.
Wie dem auch gewesen sei, der Comte ward ausgestoßen und schleppte sich verletzt davon. Auf eben dieser Flucht dann muss er auf eine wunderschöne Mäusin namens Luna getroffen sein. So nahm das Verhängnis seinen weiteren Lauf.
Luna nämlich, die anders als Mäuse sonst war, die ja einigermaßen dumm sind und schon gar nicht kreativ, soll in der Lage gewesen sein, sich kleine Bühnenstücke auszudenken. Mit ihrem Talent verzauberte sie die Mäuse ihrer Sippe, wie es sich überall herumsprach. Solches war zwar an sich unerhört für eine Maus, doch offenbar hatte sie mit ihrer Schönheit und dieser Andersartigkeit der Vorstellungskraft, - die sonst eben nur den intelligenten Ratten eigen war - auch den Comte bezaubert.
Just in dem Moment, als der Comte sie nun bei einer ihrer heimlichen Proben im tieferen Wald beobachtete, brach eine Katze aus dem Gebüsch, um Luna zu packen. Immer noch versehrt, rettete er die Mausefrau mit letzter Kraft. Dies zumindest war belegt.
Die Gerettete und ihre Sippe brachten ihm aus Dank Futter herbei und warfen es ihm hin - voller Angst vor dem hässlichen großen Untier, das in viel größerem Umfange Mehlwürmer und dergleichen verzehrte als die Mäuse. 
Aus Scham um seine verunstaltenden Verletzungen und zur Warnung legte er sich nun einen Mantel aus schwarzem Fell um. Es war das Fell seines Todfeindes, den der Comte im Zweikampf getötet hatte, so hieß es - es soll allerdings in Wirklichkeit Eichhörnchenfell gewesen sein, was den Effekt einer Warnung hier allerdings noch verstärkte.
Doch den Mäusen tat er nichts und hielt schließlich auch die Feinde fern - wie eben wohl dieses Eichhörnchen. So gewann der Rattenmann das Vertrauen von Luna, in die er sich offenbar völlig verliebt hatte.
In der folgenden Zeit dann soll sich das Unglaubliche zugetragen haben. Der Rattenmann habe seiner Angebeteten ein sagenhaftes Theater erbaut, um nun gar ihre Liebe zu gewinnen. Er errichtete es aus Stein, so ging die Geschichte, und solches war naturgegebener Maßen nie da gewesen im Mäusereich! Versiert arbeitete der Rattenmann an dem Bauwerk, Tag und Nacht, und es gedieh zu einem prächtigen kleinen Palast. 
Der Comte dachte sich sogar Bühnenstücke für Luna aus. Und es seien Geschichten gewesen, die nun wirklich nur Ratten erdenken konnten.
So auch ein Bühnenstück, so ging die Sage, das sich um einen magischen Spiegel gedreht haben soll, der Schwingen hatte. Und wenn der Mond in den Spiegel schien, während unter ihm im Kamin die Scheite wie die Sonne glühten, seien die Wünsche der Hauptfigur in Erfüllung gegangen. Und nicht nur die, denn Mond und Sonne hatten so die Gelegenheit, trotz ihrer Verschiedenartigkeit kurz im Spiegel vereint zu sein. Wie Luna und der Comte durch eben diese Kunst.
Das Stück aber war verloren gegangen, die Mäuse selbst hielten Stillschweigen darüber und mieden das Thema wie eine Peinlichkeit - als hätten sie sich damals vom Untier geradezu verführen lassen...

Als das Theatre fertig war nämlich, und als der erste große Erfolg des Stückes die Runde machte, ging eine ganze Horde Mäuseriche gegen den Comte vor.
Denn oh, dies nun wollte die Mäusesippe dann doch nicht mehr länger dulden, dass sich einer ihrer Todfeinde mit ihnen gemein machte und auch noch um ihre wundervolle Luna warb.
Das an sich aber war nicht das einzig Tragische, das Mathilde so weh tat, das es nicht mehr heilen wollte - nein, es war, was Luna dann tat. Denn diese... feuerte ihre Sippe an.
Vielleicht hatte sie es getan, da sie sich die ganze Zeit insgeheim geschämt hatte und die Rache und den Ausschluss ihres Stammes fürchtete, vielleicht aber auch, da sie die gewisse Zuneigung nur geheuchelt hatte, um das Theatre zu bekommen. Etwas, das ihr nur die starke, findige Wolfsratte hätte erbauen können. Mäuse wären zu solchem nie fähig gewesen.
Tatsache war, Luna soll nachträglich geradezu froh gewesen sein, den Comte los zu sein. Ein stattlicher Mäuserich von Rang und Namen beglückte sie mit einem Wurf und sie ward einvernehmlich in die Gemeinschaft integriert.
Der Rattenmann jedoch, man munkelte, er sei gestorben bei diesem Angriff - zumindest habe er sich nicht mehr gewehrt, als Luna begann, die Horde anzufeuern. Als habe ihn alle Kraft in just diesem Moment verlassen. Der Angriff und das Zähneschlagen in den am Boden Liegenden dann, er endete jäh, als ein Pfau auf dem Dache des Theatres seinen Schrei durch die Nacht schickte und alle in Panik flohen.



Die Geschichte endete, wie es enden musste. Es wurden nicht mehr viele Stücke aufgeführt seitdem, der Kreativität der Wolfsratte konnte Luna letztlich nicht das Wasser reichen. Immer seltener trat sie auf, und nach und nach mieden alle diesen Ort, als seien sie erwacht davon, auf was sie sich da eingelassen hatten. 

Schließlich zogen alle weiter, verlassen dieser Teil des Waldes, in dem man sich... nur zu gern gemein gemacht hatte mit dem Unerhörten.
Doch das Theatre blieb ein unguter Platz - man munkelte, der Comte spuke nun zur Strafe als Zweiköpfiger dort herum.







Mathilde musste bei all diesen Gedanken eine Träne fortschniefen, die ihre kleine Nase herabrollte.
"Er hat sich nicht einmal mehr gewehrt.... ohhhh... Drecksbande von Heuchlern, diese sogenannten Helden! Die haben weitergemacht, bis er... Und wieso soll er zur Strafe zwei Köpfe bekommen haben!? Eher als Sinnbild, wie viel klüger und schöpferischer er war als die! Pfui, Luna!"
Mathilde schüttelte so energisch ihren Kopf, dass ihre Ohren schlackerten. "Nein, nein, das ist Unrecht - nein, das ist nicht richtig gewesen. Und so schon gar nicht.... Oh, Mäusegöttin, solch eine Geschichte... Dabei hat sie so schön angefangen. Eine Ratte und eine Mäusin... Nicht eine sogenannte Liebe, weil sie sich einfach nett paaren wollen, um einen Wurf zu haben - sondern eine Liebe gegen den Strom, die so viel größer war. Zumindest von seiner Seite aus - und zunächst von ihrer wohl auch. Da ging es um so viel mehr... Falls es wahr ist. Oh, ich muss herausfinden, wie es wirklich war!"

Mathildes Atem stockte. Sie musste nun ganz nahe am Teufelshügel sein und fühlte sich auf einmal schrecklich klein.


Die Mäuse der Umgebung hatten den Hügel so getauft, seit das Schreckliche geschehen war. Hier war es geschehen. Hier kam keiner mehr hin.
Wie erwacht blickte sich Mathilde um. Kaum konnte sie sich überwinden, das anzusehen, was dort oben auf dem Hügel stand.
"Tatsächlich", hauchte sie, um dann alle Vorsicht vergessend auszurufen: "ES IST WAHR! Es existiert!"


Mit geradezu fliegenden Pfötchen eilte sie den Hügel hinauf, oh, sie wollte sich alles genau anschauen! Mäuse sehen auf Distanz nicht so gut, doch Mathilde meinte, etwas Weißes, sehr Kleines davonhuschen zu sehen.


Doch es war wohl doch nur eine kleine Reflexion der Sonnensprenkel am Boden...
Völlig unbehelligt erreichte sie die Seitenmauer des Theatres. Ein verblichenes, altes Plakat hing zerrissen im Rahmen, Zeuge einer vergangenen Zeit... Der Name der Hauptdarstellerin war noch deutlich zu lesen und bannte sogleich ihren Blick.


"Theateraufführung", las Mathilde leise, und ihr Herz schlug noch schneller als ohnehin hinter ihren Rippen. 
"Der geflügelte Spiegel ... in der Hauptrolle, Luna..."


Zumindest dieser Teil der Legende war wahr, so erkannte die Mäusin staunend, und hatte sie noch Zweifel daran gehabt, nun nicht mehr. Das "unselige Treiben", von dem man sich hinter vorgehaltenen Pfoten erzählte, es hatte tatsächlich hier stattgefunden. Seltsam mutete Mathilde jedoch an, dass genau dort in der Ecke, in der der geradezu magische, berühmte Name stand, das Plakat wie geschützt wirkte. Zwar ziemlich verblichen, doch unversehrt.
"Hätte er denn ausgerechnet diesen, ihren Namen hierauf unbehelligt gelassen, wäre er zurückgekehrt? Oder sein Geist, der hier in diesen Mauern hausen soll? Das verstehe ich nicht."
Mathildes Neugier siegte. Vorsichtig lief sie ums Eck zur Vorderfront des Gebäudes. Aufgeregter als jetzt, das konnte sie ohnehin nicht mehr werden. Und sie konnte es  nun auch nicht mehr erwarten.


Und da war es. Hier. Der Eingang zu den Träumen. Groß öffnete sich die Bühne vor Mathilde.
"Hier hob er sich also, der letzte Vorhang... um nie mehr zu fallen - als genau hier das Grauenhafte passierte", flüsterte sie ergriffen.


Das Mäuslein atmete tief durch. "Oh, doch die Mäusegöttin soll mich verschlucken, wenn dies nicht trotz allem das Schönste ist, was ich je gesehen ha..."
Weiter kam sie nicht.
Mathilde machte einen reflexartigen, riesigen Satz in die Höhe und kam unsanft wieder auf. Fast wäre sie dabei noch rücklings den Hügel hinuntergepurzelt, so groß war ihr Entsetzen. Auf dem Dach des Theatres nahm sie die Silhoutte eines Pfaues wahr!
"Mäusefresser", zischte es aus ihr heraus, als habe man ihr die Luft herausgelassen. An Flucht war nicht mehr zu denken. Er sah geradewegs zu ihr hinunter!



Mathilde konnte sich nicht mehr rühren, und auch Beteuerungen, sie, Mathilde, sei nicht eine der Mäuse gewesen, die einst dem Comte die Todesbisse zufügten, sie blieben ihr im Halse stecken.
Doch ach, der große Schreck verpuffte. Sein Verursacher entpuppte sich bereits im nächsten Moment als harmlos. Es war eine Statue!


Und ein echter Pfau, na, der wäre ja auch viel größer gewesen, schalt sich die Mäusedame. Den hätte sie trotz allem wohl auch sofort gerochen!
Einigermaßen strömte das Blut nun wieder durch den ganzen kleinen Körper, und völlig selbstvergessen blickte Mathilde schließlich auf das imposante Bauwerk dort vor ihr, das dräuend im Licht der untergehenden Sonne stand.
Die kleine Maus weinte. Einerseits vor Erleichterung, nicht als Pfauenfutter geendet zu sein, andererseits vor Erschöpfung. Vor allem aber weinte sie, weil die Legende wohl tatsächlich geschehen war.
Als Mathilde so stand und um den Comte weinte, der nicht ihrer Art und doch so unbegreiflich gleich mit ihr war aber, schien sich der grandiose weiße Pfau aus Stein ein wenig zu ihr hinzubeugen. Und in diesem Moment fiel seitlich etwas vom Dach.
Die Maus duckte sich instinktiv, dann siegte einmal mehr die Neugier. Sie hätte schwören können, es seien seitlich Stücke aus der Statue herausgefallen. Als Mathilde jedoch nachsah, lagen da nur viele kleine weiße, weiche Federn auf dem Boden. 


Völlig verzaubert nahm sie sie in Gewahrsam.
"Hier werde ich bleiben", flüsterte sie.
Und im Licht der untergehenden Sonne sammelte sie Material für ein Mäusenest.


"Irgendwie sind wir wohl beide in der Mauser, Geist oder nicht... falls Du überhaupt noch hier bist. Ich jedenfalls werde dem allen auf den Grund gehen."






Ein paar Tage lebte Mathilde nun bereits im Theatre. 
Sie meinte zwar in manchen Momenten die Gegenwart eines Wesens zu wittern, doch das allein vertrieb die Mäusin nicht. Zu schön war es hier doch! 
Der Geist schien sie zu dulden, und Futter war in Hülle und Fülle vorhanden. Es war ganz anders hier als um den Mäusebau, aus dem sie kam. Dort, wo im näheren Umkreis immer alles schon abgenagt war, vor allem unten, und maus so weit trippeln oder eben hochklettern musste, um satt zu werden. Immer in Gefahr.
Oh nein, hier war es so viel besser - auch wenn Mathilde sich nun zunehmend einsam fühlte. Aber war sie inmitten der anderen nicht immer schon einsam gewesen? Und sie fragte sich, ob dies nicht viel schlimmer gewesen war.
Ja, der kleinen Mäusin gefiel das Bauwerk als Behausung ganz enorm, zumal sich nichts und niemand außer ihr selbst auch nur in die Nähe wagte. Die Vögel hoch oben im Baum freilich waren davon unbeeindruckt - aufpassen musste sie natürlich, obwohl Krähen, Bussarde oder sonstige Gefahr für Mäuse nicht zu erkennen war. Eine Eule gab es hier zudem auch nicht.
Hatten sie alle Angst vor dem Geist?




Doch es gab auch Ungutes hier. 

Ein Zeugnis dessen, was sich hier ereignet haben musste, war ein Leuchter aus Kristall, der sicherlich einst das Bühnengeschehen in Kerzenlicht getaucht hatte. Vielleicht hatte er aber einfach nur das Feuer im Kamin reflektiert - und sicherlich das Furchtbare, das sich hier zutrug.
Er war zerschlagen worden. Seine Ketten hingen teilweise in losem Gefüge nach unten.
Nur brachiale Gewalt allerdings hatte die Drahtung zerbrechen können - hätten dies Mäuse tun können? Eher nicht, befand Mathilde.

War es nicht vielmehr die unbändige Wut der verratenen Ratte gewesen? Hatte der Comte doch noch gelebt und war zurückgekommen, dies zu tun? Sein Traum in Splitterscherben, als Unmaß und Anrüchiges gebranntmarkt...







Irgendwie wusste Mathilde tief in ihrem Inneren, es wäre eine Respektlosigkeit, den Lüster einfach wieder heil zu machen, als sei nichts passiert - als sei kein Schmerz verursacht worden, kein Bruch im Schicksal der Ratte. 

Unabhängig davon jedoch gefiel das Glasgebilde Mathilde ohnehin viel besser, als wäre es heil geblieben.























Auch die starken, ganz wundersamen Spinnweben in der Ecke, die den Morgentau so zauberisch funkeln ließen, putzte sie nicht fort. Vielmehr hängte sie in einer Anwandlung die Scherben als weiteren Lichterglanz in eben dieses Gespinst und war hochzufrieden mit dem Ergebnis.  Es sah nun aus, als sei der Morgentau fest geworden - und er funkelte den ganzen Tag.
Zudem zerschnitt maus sich nun auch nicht mehr die Pfötchen an den Splitterscherben.
Ja, es war Mathilde, als habe sie etwas wiedergutgemacht.

Doch hierbei nun war ihr Seltsames aufgefallen. Dem Gemunkel nach sollte sich hier großes Spinnengetier des alten Gemäuers bemächtigt haben. Deshalb hatte Mathilde auch ihr Mäusenest über einem großen Loch in den Bühnenbrettern gebaut... 


... nur falls dies wahr sein sollte. Denn wenn sie schlief, mochte sie sich nun wirklich nicht bekrabbeln lassen von solch Getier, das auf diese Weise nicht heraufkommen konnte. In das Loch heruntersteigen jedoch..., nein, da versagte selbst ihre Neugier.
Doch diese Spinnweben, so erkannte Mathilde dann, sie waren gar nicht von Spinnen gemacht! 
Sie waren vielmehr kunstvoll zerfetztes, gröberes Gewebe, sogar weiße Fellhaare waren verwendet worden. Jemand wollte also, dass diese Geschichten geglaubt wurden. 
Jemand, der dumme Mäuse fernhalten wollte. Ein Theatertrick... eine Gaukelei.



Von dieser Erkenntnis befeuert, sah sich Mathilde in Folge nun alles genauer an - und staunte nicht schlecht. 
Das Gebäude hatte sich im ersten Tageslicht als gelungene Konstruktion aus Kreuzrippenbögen herausgestellt, und Mathilde hatte ihre Augen erst einmal einfach nicht von der herrlichen Patina abwenden können, die die Zeit hier an dem Gemäuer gezaubert hatte.
Aber nun begriff die Mäusin, dass das auf den ersten Blick doch so morbide Gebäude mitnichten baufällig war, wie es zunächst den Anschein erweckt hatte!
Vielmehr hatte zwar der Mäusezahn der Zeit daran genagt, doch... es war instand gesetzt worden.
Damit das nicht auffiel, waren die Maßnahmen durch speziellen Farb- und Putzauftrag maskiert worden, so dass es von ein paar Schritt weiter weg aussah, als sei das Gebäude völlig marode und dem Verfall preisgegeben.
Wahrscheinlich waren Erdtöne verwendet worden - vielleicht sogar aus einer Lehmgrube ganz in der Nähe, die Mathilde entdeckt hatte.

"Ha, ich bin zwar nur eine Maus", brabbelte Mathilde nachdenklich vor sich hin, "doch ich habe durchaus Augen im Kopf. Mögen die anderen sich haben täuschen lassen, aber..."
Unbewusst band sie sich die weißen Federn vom Vortag in ihr Fell wie ein Kleid und verdrängte den Gedanken, wie unmöglich dies "die anderen" gefunden hätten. Doch mit einem Mal wurde die Mäusin sehr aufgeregt. 
Ihr Herz klopfte viel zu stark, und Mathilde hatte das Gefühl, sie habe sich heftig erschrocken:
"Ohhh! Ich habe begriffen! Ein Geist macht solches nicht - auch wenn das Vertuschen so gut gelang und nicht damit gerechnet wurde, dass irgendjemand nach alledem noch so nahe käme! Ahaaaa! Und eine Maus, die kriegt eigentlich nicht einmal solch einen Gedanken hin. Nicht von selbst. Aber nach-denken, das kann ich."
Mathilde nickte vehement, dann hielt sie sich wie erwacht mit der Pfote die Schnauze zu. Ratten hatten schließlich sagenhaft gute Ohren! 
Und während sie sich halb hoffnungsvoll, halb ängstlich umsah und sich auch ein wenig vor ihrem eigenen Mut fürchtete, flüsterte sie, "Du BIST zurückgekommen. Bist ... du noch hier?"

In der Hoffnung, ihre ausgerufene "Entdeckung" der Täuschung sei nicht von unsichtbaren Ohren gehört worden, ging das Mäuschen entschlossen daran, einen Lehmklumpen, den sie aus besagter kleinen Lehmgrube beschaffte, zu formen. 
Es wurde ein Herz mit Schwingen daraus. 

Sie hängte es als ein Geschenk an den wundersamen Schwingenspiegel, wobei sie meinte, beobachtet zu werden. Doch als sie sich umsah... war niemand zu sehen.
Ach, und dabei wünschte Mathilde von ganzem Herzen, dem Comte von Angesicht zu Angesicht entgegentreten zu können - um wenigstens ein wenig Unrecht gut zu machen. Doch natürlich hatte sie auch Angst davor. Denn was, wenn der wunderbare Spiegel tatsächlich magisch war? Ihr Wunsch sich erfüllen würde?

Kaum aber war die Mäusin wieder vom Kamin heruntergeklettert, da wehten von draußen weiße Federn herein.
"Wieder geschieht dies... Wie eine Belohnung", staunte die Maus und band sich die Federn an zu den anderen, die sich bereits mit ihrem Fell verbunden zu haben schienen. Nun hatte sie bereits ein ganzes Federkleid!
"Na sowas! Ich kriege Federn", freute sie sich. "Na, die werde ich hier auch brauchen."
Schmunzelnd und mit dem Gedanken, ob sie nun wohl auch Flügel bekäme, kuschelte sie sich wohlig in ihr Mäusenest. 
Die Zug- und Raffquasten der schweren Bühnenvorhänge wagte sie nicht zu bedienen - nun, noch war es warm, dies tat keine Not. 

Noch nicht. Doch der Winter würde kommen...

Immer noch erschöpft von der langen Reise des Vortages fiel Mathilde in einen tiefen Schlaf.
Er glitt in einen Traum hinüber, in dem sie fliegen konnte und weiße Flügel hatte. Doch...
"Scheeer dich weg, Mausssssss", drang es in ihren Traum. "Geeeh zu deiner Sssippe, wo du hingehörssst, sonst verbeissssse ich dich wie all die anderen."




Voller Panik erwachte die Mäusin. Es war ihr noch, als sei etwas kleines Weißes davongehuscht, doch es war im Dunkeln nichts mehr zu sehen oder vielmehr zu riechen! 

Mathildes Atem ging stoßweise. Hatte sie wirklich nur geträumt? Sie hatte das Wispern noch so deutlich im Ohr!
"Bbbi... Bist du das gewesen?", fragte sie in die Stille des Theatres.

Falls sie die bösen Worte nicht geträumt hätte, das wusste Mathilde, dann galt es jetzt. Sie nahm all ihre Kraft zusammen. "I-i-ich weiß, ich störe dich und bin ... dir so dankbar, dass ich hier sein darf, dass du mich d-duldest, nach alledem, was hier... an Verrat... Doch ich bitte dich, zeige dich! Nur Mäuse sollten so hausen - uuu-und auch nur die d-dummen. Ich meine... falls du im Erdreich... Ich komme dich auch nicht behelligen, das schwöre ich. Du aber bist eine stolze Ratte, der übel m-mitgespielt wurde, verkrieche dich nicht. Ich, ich bin nicht besonders, aber ich bin anders.
Und ich habe keine Sippe mehr, da ich ... fort von ihnen ging. Denn ich kam... zu d-dir... Au-auch w-wenn du nun zz-wei Köpfe hast. A-a-aber ein G-Geist bist du ... nicht."
Die Stille nach ihren Worten schien anzuwachsen und wurde riesengroß.
Nichts. Kein Laut.

Mathilde wartete am ganzen kleinen Körper zitternd, und sie war bald heilfroh, bald enttäuscht, dass sich kein Zweiköpfiger zeigte. Es schien wohl doch ein Traum gewesen zu sein? Hier schien niemand zu sein. Außer ihr.
Nachdem an Schlaf nun nicht mehr zu denken war, brach Mathilde schließlich im Morgengrauen zur Futtersuche auf. Zurückgekehrt, stockte ihr vor Schreck der Atem. Sie fand ihr Nest zerstört.
Also doch. Die Warnung war kein Traum gewesen.

"Oh weh... was soll ich nur tun?!" rief Mathilde. "Und die warmen Tage sind vorbei und die Nächte werden bitterkalt!!! Heilige Mäuseschnauze!"
Doch dann wurde sie wütend.
"PAAAHHH, ich WERDE aber nicht zurückgehen - ich würde ersticken!! Das musst doch gerade du verstehen! Ha? Hörst du mich?! Gerade du! Nein, dann erfiere ich lieber!"
Und die Maus, sie wurde immer noch wütender - eine Eigenschaft, die ihr trotz ihres zarten Erscheinungsbildes zu eigen war - und die sie nie hatte aufhalten können:
"FEIGLING, der du bist, komm raus!!! Na los! Sag´s mir ins Gesicht! Sag mir, dass du das Wichtige verrätst! Die Wahrheit um das Andere, das du verkörperst, weil Du es wagst! Und eine Freundschaft, die ich dir bieten wollte! Sogar als Geist, der du nicht bist! Mit deinen Taschenspielertricks, hahaaaa!"


Dann sauste sie davon. Doch dies tat sie nicht aus Angst, obwohl ihre Knie schlackerten wie die letzten Holzäpfel am Ast im Herbstwind. 
Nein, sie suchte vielmehr wunderschöne Beeren und legte sie neben das Loch im Theaterboden. 
Leider fand sie keinen Wurm, das hätte sie für angebracht gehalten.

Doch ihr gerade noch so großer Mut schwand mit dem Schweigen, das sie einmal mehr umhüllte.
Sie musste das Theatre verlassen. 
Mathilde fröstelte. Keine Grille zirpte nun mehr. Es wurde Herbst...

Am Abend baute die Mäusin sich schließlich ihr Nest vor den breiten Steintreppen des Theaters, als sich auch bereits die Nacht schwer und böse heranschlich. Das würde sie nun immer früher tun. 
Mathilde war von Nest aus eine kleine Frostbeule, unter Kälte litt sie schrecklich. Und sie litt darunter, nun offen sichtbar zu sein und nicht mehr im Schutze des großen hohen Theaterraumes zu liegen. 
Doch gerade das, so hoffte sie, würde die Ratte herauslocken und zum Handeln bewegen - wenn der Comte das war, wofür sie ihn hielt. Wieder aber fühlte sie sich eigentümlich beobachtet...

Doch da, nach einiger Zeit, witterte Mathilde etwas! 
Diesmal gab es keinen Zweifel - nicht den leisesten. Es war wirklich etwas gegenwärtig, das bildete sie sich nun nicht mehr ein!

Beinahe lautlos näherte sich etwas - oder ... jemand. 
Mathilde stockte das Blut in den Adern. Das war etwas Großes. Sehr Großes...
Zitternd linste sie durch ein Loch im Mäusenest... und wünschte, sie hätte es nicht getan!

Einen Aufschrei unterdrückend versuchte sie, einigermaßen Luft zu bekommen. 
Dort aus dem Boden des Theatres stieg etwas durch das große Loch herauf!
Und dies, was da so beeindruckend groß und mächtig scheinbar dem Erdboden entstieg, es hatte... zwei Köpfe!!!



Panik brach in Mathilde aus, doch es war zu spät. Der Zweiköpfige war mit einem einzigen machtvollen Satz direkt vor ihrem Nest gelandet - sie saß in der Falle.
Nun war aller Mut dahin - zu schrecklich dieser Anblick.

Ein Knurren... doch dann ein leises Lachen. "Der Floh in meinem Pelz, ah? Rennst also nicht zur Mausesippe zurück? Naaa? Ahhh, komm da raus, ich hörte deine Worte wohl - ich lasse dich ziehen."
"Nnnnein, ii-i-ch denke-he nihicht dran!" piepste Mathilde da zwar jämmerlich, aber dennoch - ihre Wut kam zurück und half ihr. "Und mitten in der Nacht? V-vor allem aber, damit ich auch so werde wie die? Dann bihist du wirklich... grau-ausam..."
Lange Zeit stand der Zweiköpfige nur da. Er schien verblüfft. Schließlich ertönte ein Schnauben. "Dann komm zumindest herein, ´s ist hier viel zu kalt für eine Maus. Aber baue dein Nest gefälligst nicht wieder auf meinem Ausgang, sonst werde ich es wieder zerstören."
"Ach, deshalb hast du es zerstö... Pah, als ob du nicht für einen weiteren Ausgang gesorgt hättest! Für wie dumm hältst du mich?", kam es nun schon mutiger aus dem Nest.
"Mäuse", grollte es zurück, doch da war eine gewisse Anerkennung in der Stimme gelegen. "Warum nur falle ich immer wieder herein auf euch?"
"Weil es Ausnahmen gibt", meldete sich da leicht gekränkt ein kleines Stimmchen zu Wort, das Mathilde nicht einordnen konnte. "So wie du auch eine dieser, deiner Rattensippe bist, n´est-ce pas???"
"Jawohl, und hereinfallen sollte doch ich, nicht wahr?", fiel Mathilde ein. "Mit all der Patina, die du vorgetäuscht hast. Und den "Spinnweben", die gar keine sind."
"Oho, na da sieh mal einer an. Nun, bei allen anderen hat es geholfen. Doch noch Hoffnung? Kannst ja denken, Maus. Aber das habe ich ohnehin gemerkt, als du seltsames Wesen das mit den Splitterscherben machtest."
"Deine Splitterscherben..."
"Jawohl, meine - und hättest du wie so manch anderer hier diesen Lüster einfach instand setzen wollen, ich hätte dir den Kopf abgebissen", grollte der Comte. "Dann hätte ich gleich drei... 
Und nun: Komm heraus, du Maus!"




Als Mathilde im Federkleid herauskrabbelte aus ihrem Mäusenest, starrte der Comte sie aus dem Dämmerlicht an - seine Augen glitzerten, als gefiele ihm außerordentlich, was er sah. "Federn..."


Er war eine imposante Erscheinung, die sogleich beeindruckte - ein schwarzer Gehrock aus Eichhörnchenfell verstärkte diesen Eindruck noch.


Die Mäusin aber musste lachen. Ihre Furcht zersprang, obwohl sie noch irgendetwas im Hinterkopf warnen wollte, im Federkleid sei sie vielleicht ein besonders reizvolles Beutetier.
Doch es war eigentümlich - all die Anspannung, sie fiel nun ab von ihr. Denn war ihr erst ein weiterer Schreck durch die kleinen Glieder gefahren, als bei ihrem Herauskrabbeln einer der Köpfe des Comte herunterfiel - wurde Mathilde nun klar, was dieser zweite Kopf in Wirklichkeit gewesen war.
Es war eine kleine weiße Estruskermaus, die auf der Schulter des Großen gesessen hatte.
Der Comte hatte also definitiv nur einen Kopf, und dieser Kopf, nun, der gefiel Mathilde enorm.

"Jaaaaaa, der Zweiköpfige, haaa?", grollte der Rattenmann im dunklen Dämmer der Nacht. Dann ließ auch er einen amüsierten Laut ertönen. "Der Kleine hier - er hat dich ausspioniert, seit du hier angetippelt kamst. Tut sich hier sonst ja nichts. Er war ganz aus dem Häusschen. Vor allem, als du so viel Feines neben das Loch im Boden legtest. Er ist schon ganz dick. Und Federn hat er sich nun auch angebunden, hat man Töne?"
Mathilde wäre rot geworden - doch unter Mäusefell sieht man solches nicht. Da hatte sie mit ihrem vermeintlichen Geschenk an den Comte doch glatt eine Etruskermaus gefüttert!

Die Mäusin nickte. "Hab´ ihn huschen sehen... Er lebt hier auch?"
Die Wolfsratte nickte und verzog das Gesicht. "Damals wollten sie ihn fressen - auch da schon habe ich meinen Blutzoll für euch Mäuse gezahlt", fuhr er Mathilde unvermittelt an.
"W-wie meinst Du das?", entgegnete sie, stolperte aber ein wenig rückwärts vor Schreck. Um ein Mausehaar wäre sie rücklings in ihr Nest gefallen, was sie sehr geärgert hätte.
"Sie haben mich furchtbar gequält", kam es da empört vom kleinen Etruskermäuschen.
"Mein Stamm... Immer wieder", fauchte der Comte. "Sich lustig über sein Leid gemacht, anstatt ihn eben zu fressen. Sie waren so... ach, unerträglich waren sie mir geworden. Immer wieder taten sie das! Es wurde immer schlimmer - sie hatten Gefallen am Quälen gefunden. Benutzten ihren scharfen Verstand, der uns so herausragend sein lässt, für SOLCHES! Nur noch Ratten sollte es geben, beschlossen sie. 
Alles Futter nur noch für uns, obwohl genug für alle da war! Ah, dann wäre es besser gewesen, sie wären DUMM geblieben!"
Der Comte schnaufte schwer. "Ich wollte etwas ändern an unserem Dasein - doch keiner hörte. Keiner! Nein, sie wollten ihren "Spaß" haben, alles an sich raffen, was nur ging, und alles andere ausrotten! Ein Hohn gegen die Natur. Und so versuchte ich, es zu beenden. Als sie über mich herfielen, tötete ich den Anführer - daher wurde ich verbannt. Für immer ausgeschlossen aus der Welt der Ratten. So viel zum Zweiköpfigen."
Mathilde schluckte schwer. "Stolz kannst du sein...", flüsterte sie betroffen.
Der Comte nickte langsam. "Komm... in die Wärme der Wände", sagte er leise. "Ich werde die Luken und die Vorderwand schließen. "
"Die kann man schließen?", fragte Mathilde staunend.


Dann blickte sie zweifelnd auf die Etruskermaus.
Die schmunzelte. "Er wird dich nicht fressen, Mathilde - er hat mich all die Zeit nicht gefressen."
Der Große schnaubte verächtlich: "Weil an dir nichtsssssss drannn isssst, Rousseau!"
"Mir machst du keine Angst, mein Lieber", kam es freundlich von dem Winzling zurück, der flugs über die Theatervorhänge auf des Comtes Schulter hinaufgekrabbelt war - es schien sein Lieblingsplatz zu sein.


Ein mürrisches Knurren antwortete ihm, während sie in den hohen Theaterraum hineingingen, der nun beinahe ganz im Dunkeln lag.

Mathilde wusste nicht, was sie fühlen sollte, zu durcheinander war sie noch. Sie war unendlich erleichtert, ihre innigsten Hoffnungen erfüllt zu finden - und doch hatte sie Angst, nun in der Falle zu sitzen. Das Dunkel setzte ihr schwer zu. Diese Ratte war groß, geradezu riesig, so viel schneller und stärker als sie. Der Comte hatte ein Eichhörnchen besiegt... Und Mäuse wie sie hatten sich gegen ihn gewandt.


Ein kleines Feuer erglomm im Kamin, und die Mäusin staunte nicht schlecht. 
Glut spiegelte sich Rattenaugen. "Mathilde, ah?"


"Ja, mein Herr."
"Mein Herr... hast du das gehört, mein kleiner Freund und Philosoph?", spottete der Comte. "Und ein Herzchen mit Flügeln am Spiegel, ist das zu fassen? Romantische Flausen... Vor solchem müssen wir uns hüten... Mademoiselle, ich bin kein Comte - ich bin eine gewöhnliche Ratte. Ich bin kein Herr."
"I-ist mir auch lieber" konstatierte die Mäusin.
"Ah. So. Lieber ist dir das also..." brummte es zurück, und eine bislang verborgene Seilwinde wurde betätigt.










Das Theatre schloss sich vor Mathildes staunenden Augen.

Die Wolfsratte stand nun ganz nah, Mathilde konnte sie wittern. Der Comte roch ihr äußerst anziehend, was sie nun doch einigermaßen verwunderte.

"Nenne mich von nun an bei meinem Namen", kam es mit dunkler Stimme. "Ich heiße Rufus - und... verrate nie auch nur ein Sterbenswörtchen über all das hier..."
"DAS musst du mir doch nicht sagen" empörte sich die Mäusin.
Rufus zog die Augenbrauen nach oben. "Und du willst also hier bleiben."
"Ja", kam es ungewollt kleinlaut zur Antwort, und Mathilde ärgerte sich sogleich schrecklich über ihr klägliches Piepsen. "Das würde ich so gerne. Hier ist solch ein besonderer Ort - dieser Ort, der für so viel steht. Du hast eine Tür geöffnet zu einer anderen Welt - siehst sie mit anderen Augen und hast all deine Kraft hierfür gegeben. Das ... will ich auch... so sehr..."

"Ah. So ist das. Und magst du dann auch hier Theater spielen?", kam es sanft, doch seine Augen verrieten Rufus. Es lag ein unheilvolles Glimmen in ihnen.
Die Etruskermaus schnappte nach Luft und war flugs im Loch verschwunden. Die Stille im Raum war greifbar.
"Nein", versetzte da Mathilde mit nun endlich festerer Stimme. "Das will ich nicht. Denn ich bin keine, die Theater spielt. Ich bin nämlich echt."
"Und mickrig", kam es sanft - und diesmal war es wirklich sanft gewesen.
Mathilde lief ein wohliger Schauer über den Rücken. Den aber straffte sie nun zusehends. "Rufus, Monsieur le Comte - von wegen mickrig! Weißt du... ich hätte es glatt mit einem Geist aufgenommen, nur damit es gerechter ist auf der Welt - mögen meine Werke auch klein sein, ich bin so viel stärker als du, siehst du?!"
Und Rufus begann zu lachen. Es klang wie ein Bellen, er schien es irgendwie nicht gewohnt zu sein, doch für Mathilde war es einfach nur unglaublich. Ja, sie konnte geben, das wusste sie nun. Sie erreichte dieses Wesen und würde ihm vielleicht Kraft schenken können!
"Ohhhh, DAS glaube ich dir sofort, du seltsame Mäusin, du! Mit dir werde ich noch so einiges erleben, du kleine Laus im Pelz. Nein, du wirst mich nicht verraten. Und ja, du BIST stark. Doch du überschätzt mich sicherlich. Wie kann ich es auch noch sein - ich trage dieses Fell, da einer meiner Feinde mir einst meines im Kampf fast von den Knochen zog! Und halb kahl humple und hinke ich nun durchs Leben..."
"Aber der gewaltige Satz vorhin war nicht ohne, mit dem Du vor mein Nest gesprungen warst - mir ist fast mein Mäuseherz  stehen geblieben!"
Rufus verzog seine Miene, doch die Mäusin konnte sie im Halbdunkel nicht wirklich erkennen.

"Die Scherben, Rufus...", sagte sie leise, "Manchmal kann man aus etwas, das furchtbar entzwei brach, etwas noch viel Einzigartigeres erschaffen... Etwas, das eben sonst nie geschehen wäre, nie geboren."
Das Feuer loderte auf, das Gesicht der Ratte wurde weich. Dann nickte das große Tier.
Mathilde hüpfte vor Glück das Herz auf und ab. "Dann... könnten wir hier... innig zusammen wirken und miteinander sein?"
Rufus blickte sie an, als habe sie ihn mitten ins Gesicht geschlagen. Lange sagte er nichts. Schließlich nickte er langsam. "Wenn du meinst, das... würde gehen...", kam es zweifelnd.
"Ist alles eine Frage des Wollens - wenn es passt - und... ich finde, es passt vortrefflich. Guck mal, die Federn, die der magische Pfau mir schenkte, ich kann vielleicht Schwingen machen! Zumindest an Herzen", sagte die Mäusin und schmunzelte. "Du hast auch welche gemacht... an den Spiegel. Weißt du, ich kann vielleicht auch größer. Jaja, ich will einen großen weißen Schwan machen - als Symbol der Kraft und Schönheit dessen, was geschieht, wenn man gemeinsam die Tür zur Anderwelt öffnet! Das, was wir beide zusammen können. Was sagst Du?"
Rufus schnaubte. Doch es war nicht mehr überheblich - es war vielmehr ein verhaltenes Lachen gewesen. "´nen Schwan also..." 
Er blickte sich um. Und er besah sich die Scherben in den Spinnweben, dann fixierte er das geflügelte Herz, das am Kamin hing. "Es passt zusammen, alles auf seine Art", sagte er leise. "Bist vielleicht wirklich die, die anders ist. Nach all der Zeit..."
"Mein lieber Freund, das wäre wundervoll", kam es zustimmend und sehr vorsichtig von Rousseau, der wieder aus dem Loch hervorkam.
Mathilde blickte ihn dankbar an, was er schmunzelnd mit einem Wackeln seines Federschwanzes quittierte.
Rufus straffte sich. "Hm. Mathilde, doch der Pfau, der ist nur eine Statue..."
"A-aber er hat dich gerettet..."
"Hahahaha, jahaaa, DAS hat sich natürlich herumgesprochen!", rief Rufus aus. "Ahhh, mein schlauer schlauer Freund, Rousseau, was sagst du dazu? Eine magische Pfauenstatue, ei? Mein schlechter Einfluss auf dich, der dich tricksen ließ?"



Die Etruskermaus lachte. "Ja, DAS war was! Mathilde, doch im Ernst", erklärte der Winzling, "ich warf Federn damals, die ich immer so gerne gesammelt hatte. Völlig sinnlos eigentlich, doch ich hoffte, die Mäuserotte würde denken, der Pfau würde lebendig. Ich bin doch so klein und wusste mir nicht weiter zu helfen... und... und Rufus lag am Boden! Es war furchtbar! Er wehrte sich nicht, als sie ihre Zähne in ihn schlugen, und ... alle sahen nun die Federn, und Rufus dachte da endlich auch wieder an mich, mich nicht alleine zu lassen, und da machte er..."

Ein Pfauenschrei erklang, der den ganzen Raum durchdrang.
Durch die Akustik des Theaters schien er von überall her zu kommen, gefolgt von schallendem Lachen der Ratte. "Ahhh, sie liefen davon wie die Mäuse, n´est-ce pas? Ich bin vielleicht nicht schön wie ein Pfau, aber diesen nervtötenden Laut kann ich gut, ahh? Und wie gut, dass ich den Mäusefresser auf´s Dach pflanzte, als hätte ich all das kommen sehen... Habe ich, ha?" Mit funkelnden Augen sah er wie im Triumph auf die beiden Mäuse.
Mathilde stand vor Verblüffung das Mauseschnäuzchen offen. So grauenhaft, was da geschah, diese wilde Ratte war ein genialer Gaukler! Wie erst mussten seine Stücke gewesen sein! Wie erst die Inszenierungen!
"Meine Güte", hauchte sie, "SO war das also gewesen! Der Trickser schlechthin - gerissen... und doch vertrauenswürdiger als alle anderen."
"Findest du?" fragte Rufus geschmeichelt, doch sein Blick wurde forschend. "Aber sag mir, Mathilde, warum traust du nun ausgerechnet mir? Warum soll ich dies nun nicht als unendliche Naivität auslegen?"



Mathilde aber nickte zustimmend. "Ja. Ich verstehe schon. Du meinst, weil ich hinter dein Geheimnis kam und alles gleich ausgeplappert habe, um mir mein Verderben selbst zu stricken? Und weil ich naiv geglaubt habe, dass der Pfau... Na, aber vielleicht sind das doch magische Federn, pass mal auf!" Dann schüttelte sie den Kopf und sagte ganz ruhig: "Nein, ich weiß, dass ich dir vertrauen kann. Von Anfang an begriff ich das. Du hast ihren Namen nicht zerstört - dort auf dem Plakat. Konntest es nicht."
Rufus stieß überrascht die Luft aus. "Himmel noch eins!"



















Die Etruskermaus amüsierte sich. "Herrlich, sie liest in dir wie in einem Buch, mein großer Freund!
Das hast du nicht bedacht... Wir haben eine Detektivin unter uns, wie schön!"

Rufus aber wurde rattenwild: "Waaa...? AAAH, ´ hätte es zerreißen sollen! Es zerfetzen, zerkratzen - doch es war mir viel zu unwichtig, ei????", er schnappte nach Luft. "Was... was schert es mich noch? Wäre meiner jedoch nun wahrlich nicht würdig gewesen! Deshalb also beließ ich es einfach - ich ... hatte es ganz vergessen, ... jawohl..., daher hatte ich es nicht bedacht!"
Wütend starrte er auf beide Mäuse. Doch die schüttelten nur den Kopf. Das konnte der große Kerl ihnen nun nicht mehr weiß machen.
Da ließ Rufus wie besiegt den Kopf hängen - ein seltsamer Anblick, der so gar nicht zu ihm passen wollte. "Ja... Es... ist schon wahr. Das hätte ich doch nie gekonnt. Hätte ihr nie etwas tun können - nicht einmal ihrem Namen... Auch wenn sie sich schuldig gemacht hat an mir - was sie tat, ist schließlich doch ein wenig verständlich für... eine Maus."
Verständnisinnig blicken die Mäuse ihn an. Im Kamin knisterte es, und Wärme breitete sich langsam und wohltuend aus.
In Rufus´ Gesicht schlich sich ein schmerzlicher Zug. Er schluckte schwer. 
"Ich hätte nie mehr erwartet als das, was uns verband - es wäre mir mehr als genug gewesen. Doch ich bin eben nun einmal eine Ratte, und ihre Zuneigung war nicht ... stark genug. Vielleicht sogar nur anfangs echt. Zu überfordert war sie, zu verschieden waren wir..." Fragend sah er Mathilde an, die nun beinahe vor Rührung zerschmolz.
Die Mäusin konnte hier beim besten Willen nicht mehr länger an sich halten, obwohl sie trotz allem sehr wohl ein Aufleuchten in den Augen des Großen bemerkt hatte. Ein Aufleuchten der Erkenntnis, wie man wohl am besten eine Mathilde um Rattenpfoten wickeln konnte. Nun, auf diese Art würde sich gerne ein wenig einwickeln lassen, merkte sie hocherfreut, und rief aus:
"Rufus - aber weißt du... Ich meine, ich bin dir viel ähnlicher, als du denkst! Ich bin nämlich auch nicht so artig!"
Und als eine Feder ihres Kleides schwarz wurde, lachten sie alle







Habt es magisch und öffnet die Tür, so oft Ihr nur könnt.

Eure Méa
(Das Theatre ist nicht mehr erhältlich,
le théâtre n´est plus disponible,
the theatre is no longer available)

Bonus-Material:

"Aber sag´, Rufus, und Du hast den Mäusefresser auf dem Dach selbst gemeißelt?"
"Nein."
"Nein?"
"Mathilde - ich will mich hier nicht mit fremden Federn schmücken."
"Hast Du auch gar nicht nötig, mein Lieber!" Mathilde "überhörte" hiermit schmunzelnd die kleine Spitze. Sie mochte Rufus und seine kleine Sticheleien so sehr.
Und er mochte, dass sie es mochte.
"Hm... Weißt Du, kleine Maus, es war eigenartig, und ich kann mir bis heute keinen Reim darauf machen. Den ließ mir nämlich ein sehr seltsames Menschenwesen hier."
"WAS? Ein Menschenwesen?"
"Es meinte, ich wüsste schon, was ich damit machen würde - ich werde es brauchen können.
Und dann war das große Wesen auch schon wieder fort, bevor ich auch nur auf die Idee kam, es zu beißen..."






In den Hauptrollen:
Rufus, "Le Comte"
Mathilde Audace
Majestro Doré als Rousseau
Produktion:
Méas Welt
Autorin,Regie, Kamera, Kostümbildnerin:
Méa Strauß
Therapeut nervöser Staffmitglieder:
der König
Technischer Berater und Mäusespurdesigner:
Nathanael Strauß
Bühnenbild:
Méa Strauß und der König
Bildbearbeitung:
Méas Welt
Scriptgirl und Ideenlieferantin
sowie hingebungsvolle Zuhörerin und Regieassistenz, Requisite und Nüsse:
Faye Strauß


Wer sich für das Making of der Darsteller interessiert, 
Das Making of des Theatres samt Pfau seht Ihr, wenn Ihr hier klickt.





TROTZ SORGFÄLTIGER INHALTLICHER KONTROLLE ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG FÜR DIE INHALTE EXTERNER LINKS, DIE IN MEINEM BLOG ZUGÄNGIG SIND. 
FÜR DEN INHALT DER VERLINKTEN SEITEN SIND AUSSCHLIESSLICH DEREN BETREIBER VERANTWORTLICH.
*
AUCH MÖCHTE ICH ANMERKEN, DASS ALLE DESIGNS - auch der Skulpturen und Skulptürchen!, BILDER, TEXTE UND GRAFIKEN, SOFERN NICHT ANDERS GEKENNZEICHNET, MEIN EIGENTUM SIND 
UND SOMIT URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT. 
DIESE DÜRFEN NICHT OHNE MEINE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS KOPIERT ODER WEITERVERWENDET WERDEN.

Kommentare:

  1. Liebe Méa, ich danke dir sehr für dieses schöne Weihnachtsmärchen!
    Grüßle
    Ursel

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Mea, vielen Dank für dieses spannende und lehrreiche Märchen.
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben zauberhafte Adventtage.
    Herzliche Grüße, Pia

    AntwortenLöschen
  3. Du bist eine Künstlerin, liebe Méa! In vielerlei Hinsicht! Das bewundere ich immer wieder! Huch, aber englisch .... das finde ich echt anstrengend (wenn man wie ich, es lange nicht mehr gebraucht hat und Google Translate ist auch nicht sooo optimal ...) - aber ich sehe gerade, es gibt auch eine Deutsche Version. :-) Eine schöne Geschichte! :-)

    Und eigentlich bin ich hergekommen, um nach speziellen Farben zu suchen .... irgendwo hattest Du das, glaube ich, beschrieben, was Du da verwendest. Man riet mir vor einiger Zeit mal zur Wandfarbe. Doch Wandfarbe ist auch nicht gleich Wandfarbe. Ich wollte, wie Du in meinem Blog sehen kannst, einen Spiegel streichen. Überlege, ob reinweiss oder zwar auch reinweiss, aber mit so einer Art Maserung oder wie man das ausdrücken kann. Wie hier (wobei das kein rein-weiss ist - aber unten in der Diele würde es besser passen, glaube ich ...)

    http://2.bp.blogspot.com/-pOfrkEwlAmw/VltVMhO7vaI/AAAAAAAAkA0/5XAtbcaQSgw/s1600/Lasur.jpg

    Dann werde ich jetzt mal weitersuchen - in Deinem Blog.

    Viele liebe Adventsgrüße
    Sara
    http://herz-und-leben.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du Sara, zur Not kann man einen Rahmen auch mit Wandfarbe streichen, klar. Den musst Du ja nicht abwischen wie eine Tischplatte, wird auch nicht derart beansprucht. Und dann mit verdünnten Abtönfarben immer wieder drüber, falls Du Patina willst.
      Ich nehme ja snobitisch nur Naturharzölfarbe, die ich einfach pudere.
      Schön, dass Du Dich für meine Geschichte interessierst, freu ich mich.
      Und nun habe ich es gefunden, was Du meinst, gucke mal, hier habe ich es Dir rausgesucht: http://measvintage.blogspot.de/2015/04/eine-neue-technik.html
      Da steht das. Geht ganz einfach.
      Alles Liebe nochmals, gutes Gelingen, Deine Méa

      Löschen